Gelenklager und Gelenkstangenköpfe nach DIN ISO 12240 (früher DIN 648)


Im Bereich Gelenklagertechnik warten wir mit einem umfangreichen Spektrum an Gelenklagern und Gelenkstangenköpfen in verschiedenen Größen und Ausführungen für unterschiedliche Anwendungen auf. Bei den Gelenklagern und -köpfen handelt es sich um einbaufertige Maschinenelemente, die nach DIN ISO 12240 (früher DIN 648) genormt sind.

Einsatzgebiete von Gelenklagern und -köpfen

Wir bieten unter anderem Gelenkköpfe mit Innen- und Außengewinde der Maßreihe K. Ob speziell für axiale Belastungen, bei höheren Drehzahlen oder hohen Zug- und Druckbelastungen – die Vielfalt der Gelenkköpfe und ihre Einsatzgebiete sind groß. Auch unsere Gelenklager decken eine abwechslungsreiche Anwendungspalette ab, beispielsweise ebenfalls aus der Maßreihe K: vom Einsatz als Winkelgelenk mit Gewindebolzen über die Anwendung bei höheren Drehzahlen mit Außenring bis hin zum Gebrauch für axiale oder hohe Belastungen im korrosionsgefährdeten Bereich. In der Maßreihe W offerieren wir nachschmierbare Stahl-Gelenklager für die Bodenstück- und Kolbenstangenanlenkung von Norm-Hydraulikzylindern. Daneben stellen wir wartungsfreie Schräg-Gelenklager mit Gleitpaarung Hartchrom/PTFE bereit, die bei dynamischen Radialbelastungen mit zusätzlicher Axialbelastung eingesetzt werden.

Schmierung bei wartungsfreien bzw. -pflichtigen Gelenklagern

Bei der Gelenklagertechnik handelt es sich um Gleitlager, da ein Gleitkontakt zwischen dem Innen- und Außenring stattfindet. Beide gleiten aufeinander gegen den Widerstand, der durch die Gleitreibung verursacht wird. Durch die Wahl der reibungsarmen Materialpaarung oder durch die Schmierung kann der Gleitwiderstand reduziert werden. Wartungsfreie Gelenkköpfe und -lager verfügen über ein PTFE-Gewebe in der Lagerschale, auf dem der Innenring gleitet, und dürfen nicht nachgeschmiert werden. Gelenkköpfe und -lager mit der Gleitpaarung Stahl-Sondermessing, Stahl-Bronze und Stahl-Stahl sind wartungsfrei und müssen dahingegen regelmäßig geschmiert werden. Während die Erstbefettung bei der Inbetriebnahme erfolgt, richten sich die nachfolgenden Schmierintervalle nach unterschiedlichen Einflüssen, wie beispielsweise Temperatur, sowie nach der mechanischen Belastung im Einsatzgebiet.

Hinweise zum Einbau der Gelenklager

Bei einer hohen Belastung dürfen die Welle in der Innenringbohrung und der Außenring im Gehäuse nicht bewegbar sein, um die Gleitbewegung zwischen der kugeligen Gleitfläche sicherzustellen. Des Weiteren gilt zu beachten, dass bei der Montage die Einpresskraft nicht über die Lagerung eingeleitet werden darf. Die erforderliche Einpresskraft lässt sich durch den thermischen Einbau reduzieren. Ein unsachgemäßes Einpressen kann bei der Montage das Lager beschädigen. Bei hoher axialer Belastung, Vibrationen, stoßartigen Lastwechseln oder großen Kippwinkeln ist eine axiale Sicherung der Gelenklager notwendig. Diese kann unter anderem durch eine Sicherung über mehrere Körnerpunkte erfolgen – oder über die Verstemmung des Lagers über dem Gehäuse mit einer umlaufenden Prägerille.

Umfangreiche Palette an hochwertigen Gelenken nach DIN-Norm

Wir liefern Gelenklager nach der Norm DIN ISO 12240-1 und Gelenkköpfe nach DIN ISO 12240-4 (beide früher DIN 648). Daneben bieten wir eine Vielzahl an weiteren Gelenken, wie beispielsweise Kugelgelenke, Wellengelenke oder Gabelgelenke sowie entsprechende Komponenten wie Gabelköpfe. Standardmäßig werden die Gelenke in Stahl geliefert – eine Lieferung in Edelstahl ist für einen Großteil ebenfalls möglich. Nach Kundenwunsch fertigen wir Gelenke nach Zeichnung, oberflächenvergütet, gehärtet etc.

Falls Sie weitere Fragen zu einem Gelenklager oder Gelenkkopf haben oder sich für unsere weiteren Gelenke interessieren, dann kontaktieren Sie uns telefonisch, per E-Mail oder nutzen Sie unser Kontaktformular.